Fort- & Weiterbildung

Faszien und Immunsystem

Termin(e)

20. Mai 2022 - 22. Mai 2022

Ort

Trier

Fortbildungspunkte (FP)

27

Unterrichtseinheiten (UE)

27

Gebühr

VPT-Mitglieder: 490,-€
Nichtmitglieder: 565,-€

Unterrichtszeit

Freitag    9.00 - 17.00 Uhr
Samstag 9.00 - 17.00 Uhr
Sonntag 9.00 - 17.00 Uhr

Kursleitung

Andreas Haas, Trainer für integrative Faszientherapie, Gründer und Leiter des Manus fascia.center, Ausbildungen in Osteopathie, Craniosacraler Therapie, Heilmassage, Tuina-Anmo-Therapie u.a.

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Beschreibung

Das Immunsystem ist in sehr vielen Bereichen mit dem Binde- und Fettgewebe des menschlichen Körpers verbunden. Zahlreiche immunologische Funktionen finden sich eingebettet in den Faszien der Haut (Fascia superficialis), in den Faszien der inneren Organe (Fascia viszeralis) und sogar in den Faszien des Nervensystems (Fascia neurovascularis).

Insbesondere auch der interstitielle Raum des Bindegewebes scheint ein wesentlicher Transport- und Migrationsweg für das Immunsystem zu sein.

Aus Sicht der Fasziopathie gibt es daher zahlreiche Schnittstellen zwischen den Faszien und dem Immunsystem. Diese sind relevant für die Entstehung von immunologischen Belastungen oder Schwächen. Ein gesundes fasziales System kann die Funktion des Immunsystems in weiten Bereichen stärken und stützen.

In diesem Seminar erarbeiten wir den Zusammenhang zwischen Faszie und Immunsystem. Hierbei werden die Erkenntnisse der Psycho-Neuro-Immunologie, der Polyvagaltheorie mit den Kenntnissen zu Faszien und dem faszialen System verknüpft. Es werden die Querverbindungen zwischen den Systemen aufgezeigt und Bedeutung der sympathischen Regulation herausgearbeitet. Aus diesem ergeben sich zahlreiche Erkenntnisse zur Phänomenologie und Körpersprache, zu immunologischen Belastungen und dem individuellen Ausdruck von Patient*inn*en. Daraus lassen sich zahlreiche Möglichkeiten zur Eigenregulation und für therapeutische Anwendungen ableiten.

Aus der Betrachtung der wichtigen Schnittpunkte zwischen Immunsystem und Faszien werden gegenseitige Beeinflussungen und mögliche Belastungsmuster aufgezeigt. Daraus lassen sich wirksame Behandlungsmethoden entwickeln. Diese Behandlungsmethoden umfassen mögliche Eigenbehandlungen („Faszienpflege“), unterstützende Maßnahmen sowie manualtherapeutische Anwendungen.